Die Atemübung ist eine sehr einfache Methode mit großer Zuverlässigkeit. Sie führt rasch zu einer Entspannung und ist in der Lage, die Erregung im organsteuernden Nervensystems zu reduzieren, was als sehr angenehm empfunden wird und die Leistungsfähigkeit verbessert.
Häufig tritt schon bei den ersten Übungen eine Entspannung ein, die aber anfangs meist nicht lange anhält. Um das zu erreichen, ist ein regelmäßiges, am besten tägliches, Üben erforderlich, wodurch eine anhaltende Umstellung im organsteuernden Nervensystem erreicht werden kann.
Ablauf der Atemübung:
Einatmung:
Langsam und gleichmäßig durch die Nase, ohne dass Sie es selbst hören, tief in den Bauch einatmen.
Ausatmung:
Ohne große Pause, langsam und gleichmäßig, durch die Nase, ohne dass Sie es selbst hören, alle Luft ausatmen. Der Bauch sinkt tief ein. Die Ausatmung sollte länger sein als die Einatmung.
Atempause:
In der Atempause spüren Sie nach Innen und achten auf den ersten inneren Atemantrieb, der vom Organismus kommt. Atmen Sie jetzt nicht gleich wieder ein, sondern warten Sie einen Augenblick, bis Sie eine leichte immer noch gut erträgliche Luftnot verspüren und atmen dann ein.
Dadurch erreichen Sie eine vertiefte Entspannung und können die Atempause in ihrer Länge hochtrainieren. Mit dem nächsten Atemzug soll die Luftnot aber wieder vollständig weg sein.
Und alles beginnt von vorn.
Für die Länge der Atemphasen gibt es keine allgemein gültigen Angaben. Holen Sie Ihre Atmung dort ab, wo sie jetzt ist.
Patienten mit ausgeprägten Angstleiden haben häufig gar keine Atempause. Auch das ist am Anfang in Ordnung. Es geht darum eine Entwicklung einzuleiten.
Wichtig ist die tiefe Ausatmung, alle Luft soll wieder raus.
Auf der folgenden Abbildung sehen Sie die einzelnen Atemphasen. Das inspiratorische Reservevolumen bezeichnet die maximale Einatmung und das exspiratorische Reservevolumen die maximale Ausatmung.
Je tiefer Sie ausatmen, um so weiter rutscht die Atemlage nach unten und um so mehr Platz ist für die Einatmung.
Psychische Leiden sind oft mit einer unvollständigen Ausatmung verbunden, was sich ungünstig auf das organsteuernde Nervensystem auswirkt. Deshalb ist es so wichtig, alle Luft auszuatmen, so dass der Bauch wieder tief einsinkt.
Ein großer Vorteil der Atemübung besteht darin, dass Sie in jeder Situation die Atemübung anwenden können. Auch in Kontaktsituationen – keiner bekommt es mit.
OM, Ah und Hum bilden ein Mantra, das Sie in den einzelnen Phasen, so wie in derAbbildung angegeben, denken können.
Auch für die CO2-Konzentration gibt es einen Normalbereich. Bei einer psychisch bedingten Überatmung wird zu viel CO2 abgeatmet, was zu einer Erhöhung der Erregbarkeit aller Nervenzellen führt und damit innere Unruhe und eine ungünstige Situation im organsteuernden Nervensystem verursacht.
Terminvereinbarung
unter:
0172 7261266